Frauenkirche | foto © LHD, Frank Exß

Die nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaute barocke Frauenkirche wurde von 1726 bis 1743 nach Plänen von George Bähr erbaut. Mit ihrer eindrucksvollen steinernen Kuppel gehört sie zu den bedeutendsten protestantischen Kirchen des Barock in Deutschland. Zweihundert Jahre lang trotzte die Frauenkirche jedem Krieg. Sie galt als unzerstörbar, an ihrer Kuppel prallten die Bomben regelrecht ab. Schließlich war es die beständige Hitze eines Feuers, welche die Kuppel nach den verheerenden Bombenangriffen im Februar 1945 doch noch einstürzen ließ. Als Mahnmal lag die Frauenkirche Jahrzehnte lang in Trümmern, dann wurde auch der Wiederaufbau eine Phase mit großer Symbolik. Das Kirchweihfest 2005 stand schließlich für die Versöhnung nach Krieg und Zerstörung. Inzwischen ist die Kirche wieder Mittelpunkt christlichen Lebens. Im barocken Innenraum mit seinen fünf Emporenebenen finden Gottesdienste und verschiedenste Konzerte statt. Der Besuch der Kirche ist kostenlos, Eintritt kostet der Kuppelaufstieg zur Aussichtsplattform...

Residenzschloss | foto © SKD/ Brandt

Ursprungsort und Zentrum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ist das Residenzschloss im Herzen der Altstadt. Mit der Eröffnung des Historischen Grünen Gewölbes wurde das Residenzschloss mit einem Paukenschlag zur Pilgerstätte für Besucher aus aller Welt.Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wird das Residenzschloss zurzeit als »Residenz der Kunst und Wissenschaft« wieder aufgebaut. Zuerst kehrten das Münzkabinett und das Kupferstich-Kabinett in das Schloss zurück. Seit 2004 kann man das Neue Grüne Gewölbe in der ersten Etage und seit 2006 das Historische Grüne Gewölbe im Erdgeschoss wieder besichtigen. Als spätbarockes Gesamtkunstwerk ist es in den ursprünglichen Räumen wieder erlebbar, so wie es August der Starke von 1723 bis 1730 als Ausdruck von Reichtum und absolutistischer Macht errichten ließ. Die Eröffnung der prunkvollen und einzigartigen Türckischen Cammer im Jahr 2010 war ein weiterer Schritt auf dem bisherigen Weg. Mit dem Einzug der Rüstkammer in den Riesensaal 2013 und dem originalgetreu rekonstruierten Audienzgemach und weiteren prachtvollen Räumen August des Starken wird das Residenzschloss vollendet werden.

 Albertinum | foto © SKD

Im Albertinum sind zwei bedeutende Museen untergebracht: Die „Galerie Neue Meister“ und die "Skulpturensammlung". Zu sehen sind Werke von der Romantik bis zur Gegenwart unter anderem von weltberühmten Künstlern wie Caspar David Friedrich, Gerhard Richter und Auguste Rodin. Das Albertinum liegt in der historischen Altstadt und wurde 1563 als „Zeughaus“ (Waffenarsenal) erbaut.
Eine weitere Bedeutung erhielt das Albertinum durch das Elbhochwasser 2002. Weltberühmte Kunstschätze mussten gerettet werden, da die modernen Sicherheitsdepots unterirdisch lagen. "Bellotto kommt nicht mehr ins Aquarium", forderte Martin Roth, Generaldirektor der „Staatlichen Kunstsammlungen Dresden“. Ein neues Lager wurde im Albertinum gebaut – siebzehn Meter über der Erde – indem man den Innenhof überdachte.
Das Albertinum befindet sich am östlichen Ende der „Brühlschen Terrasse“.

 Jaegerhof | foto © SKD

Seit 1568 diente das Gebäude als Jagdsitz, heute sind hier das „Museum für sächsische Volkskunst“ und die weltweit größte Puppentheatersammlung untergebracht.
Gezeigt werden die Ergebnisse alter Traditionen: Schnitzereien aus dem Erzgebirge, Webereien aus der Lausitz, Trachten der Sorben und Spitzen aus dem Vogtland, bemalte Möbel, reich verzierte Keramik und eine sehr vielfältige Sammlung historischen Spielzeugs.
Die Puppentheatersammlung reicht von 200 Jahre alten Marionetten über Handpuppen der Jahrmärkte und Theaterfiguren des Bauhauses bis hin zum Figurentheater der Gegenwart. Zu den wertvollsten Exponaten gehören Figuren- und Kulissenbestände mehrerer mechanischer Miniaturtheater („Welttheater“) des 19. Jahrhunderts. Sie sind in dieser Qualität und Vielfalt in keinem anderen europäischen Museum zu finden.

Hofkirche | foto © drazdany.info

Die Katholische Hofkirche/Kathedrale St.Trinitatis steht am Altstädter Elbufer zwischen Schloss- und Theaterplatz. Die Kirche gehört zu den bedeutendsten römischen Sakralbauten in Deutschland. Baumeister Gaetano Chiaveri erhielt 1733 den Auftrag von Kurfürst Friedrich August II. Der Bau der 4.800 Quadratmeter großen Anlage dauerte zehn Jahre und verschlang über eine Millionen Taler, dreimal soviel wie die Frauenkirche, die fast gleichzeitig entstand. Bezahlt wurde die katholische Kirche vom Geld der protestantischen Steuerzahler, denn König „August der Starke“ griff nach der polnischen Krone und trat deshalb 1697 zum Katholizismus über.
In der Gruft der Kathedrale ruhen die katholischen Kurfürsten und Könige aus dem Geschlecht der Wettiner. Zur kostbaren Innenausstattung gehören das Altargemälde von Anton Raffael Mengs, die Rokokokanzel Balthasar Permosers und eine Silbermann-Orgel. 1980 wurde die Hofkirche durch die Verlegung des Bischofssitzes von Bautzen nach Dresden zur Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen.

Foto © Deutsches Hygiene-Museum, Oliver Killig

In wechselnden Ausstellungen widmet sich das "Deutsche Hygiene-Museum" aktuellen Themen aus Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft. Ständig zu sehen ist die Ausstellung „Mensch“. Am eigenen Leib zu spüren, wie im Alter die Sinne schwinden, selbst per Elektroniktafel Akupunkturnadeln zu setzen, oder per Bildschirm die Psyche des Menschen zu erkunden - es wird nicht langweilig. Besonders schön ist das Kindermuseum für Vier- bis Zwölfjährige zum Thema Sinnesorgane. 24 Tiere an den Nasen erkennen, mit den Füßen einem Bodenklavier Töne entlocken, Geräusche vom Düsenjäger bis zum Pups erraten - die interaktiven Installationen nehmen kein Ende.
Das Deutsche Hygiene-Museum befindet sich zwischen Altstadt und Großem Garten und ist im Stil der klassischen Moderne erbaut. Es wurde von dem Dresdner Unternehmer Karl August Lingner 1912 als „Volksbildungsstätte für Gesundheitspflege“ gegründet, um den Gesundheitszustand ärmerer Bevölkerungsteile zu verbessern. Im Dritten Reich diente das Museum der nationalsozialistischen "Erb- und Rassenpflege“. Hierzu konzipierte Wanderausstellungen besuchten zwischen 1933 und 1945 über zehn Millionen Menschen.

Asisi Panometer | foto © drazdany.info

Das Panometer Dresden ist ein Rundbau, in dem monumentale 360°-Panoramabilder des Künstlers Yadegar Asisi ausgestellt werden. Eine fünfzehn Meter hohe Aussichtsterrasse ermöglicht es den Besuchern, das Panoramabild aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Ein bekanntes Motiv zeigt Dresden in seiner barocken Glanzzeit im Jahr 1756. Architektur, höfische Pracht und Alltagsleben werden facettenreich in Tag- und Nachtphasen und mit passender Geräuschkulisse erlebbar. Auch Rom im Jahr 312 war bereits Gegenstand der Ausstellung, genauso wie das zerstörte Dresden nach den verheerenden Luftangriffen 1945. Die Ausstellungen wechseln.
Yadegar Asisi hat in Dresden Architektur studiert, seine Wortschöpfung Panometer entstammt den Begriffen Panorama und Gasometer. Das Gasometer ist ein imposanter, rund gebauter Gastank im Stadtteil Dresden-Reick, erbaut 1909 von Hans Erlwein.

Brühlsche Terrasse | foto © LHD, Frank Exß

Die „Brühlsche Terrasse“ ist mit ihrem herrlichen Ausblick auf die Elbe eine beliebte Promenade für Touristen. Der "Balkon Europas" liegt im Zentrum der Altstadt und zieht sich rund 500 Meter zwischen der Augustusbrücke und der Carolabrücke an der Elbe entlang.
Ursprünglich war die „Brühlsche Terrasse“ Teil der städtischen Festungsanlage, wovon noch heute das unter ihr befindliche „Museum Festung Dresden“ zeugt. Als der Elbwall an militärischer Bedeutung verlor, bekam der Premierminister Heinrich von Brühl das Gelände geschenkt. Er baute die „Brühlschen Herrlichkeiten“: Galerie, Bibliothek, Belvedere, Palais und Gartenanlage. An diese Zeit erinnert die kleine Brunnenanlage „Knaben mit Delphin“ von Pierre Coudray sowie zwei Sphingen des Hofbildhauers Gottfried Knöffler. 1818 wurde die vierzehn Meter breite Freitreppe fertiggestellt. Damit war die Terrasse erstmals der Öffentlichkeit zugänglich.

Zwinger | foto © drazdany.info

Im Zwinger sind die Porzellansammlung und der Mathematisch-Physikalische Salon beheimatet. Im Semperbau am Zwinger präsentiert sich die weltberühmte Gemäldegalerie Alte Meister.Der weltbekannte Zwinger gehört zu den großartigsten Bauwerken des Barock in Deutschland. Mit seinen Pavillons und Galerien, dem »Kronentor«, dem »Nymphenbad« und nicht zuletzt dem Garten im Zwingerhof ist er eine Oase für jeden Dresden-Besucher. Der Begriff »Zwinger« stammt aus der Befestigungskunst und verweist auf die ursprüngliche Lage des Baus vor der Ringmauer der Stadt. Schon zu Zeiten Augusts des Starken hatte der Zwinger keineswegs die Funktion einer Befestigungsanlage. Der Zwingerhof war Garten und Orangerie und eine Stätte für höfische Festivitäten. Mitte des 19. Jahrhunderts schloss der Architekt Gottfried Semper die zur Elbe hin offene Seite mit einem Galeriegebäude ab. Das 1855 eröffnete und heute Semperbau genannte Gebäude war eines der wichtigsten Museumsprojekte des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Zwinger und Semperbau brannten bei dem Bombenangriff am 13. Februar 1945 aus und wurden in den 50er und 60er Jahren wieder aufgebaut.

Neustadt | foto © drazdany.info

Studenten- und Szeneviertel Neustadt
Die Äußere Neustadt ist das alternative Viertel der Stadt. Hier gibt es die meisten Kneipen, die angesagtesten Clubs und die interessantesten Geschäfte. Hier wohnen die buntesten Menschen und die meisten Studenten. Insbesondere in den Sommermonaten fallen die Nachtschwärmer zu Tausenden in das Viertel ein. Die Wohnblocks stammen aus der Gründerzeit der Jahrhundertwende. Manche der typischen Hinterhöfe werden heute kreativ genutzt, so etwa die fünf Höfe der "Kunsthofpassage".

Kreuzkirche © foto: LHD, Sylvio Dittrich

Kostel Svatého Kříže "Kreuzkirche" stojí v jihovýchodním rohu náměstí Altmarkt. Byl vybudován v letech 1765–1792 ve stylu pozdního baroka a raného klasicismu na místě tří předešlých staveb. Představuje největší kostel a koncertní prostor ve městě.